Öffnungszeiten Freibäder

Anfrage:

Der Klimawandel führt auch in Leipzig zu einem veränderten Freizeitverhalten. An besonders heißen Tagen wird vermehrt im Freibad Zuflucht gesucht, das Freizeitgeschehen verlagert sich zunehmend vom Tag in den Abend.

Im letzten Jahr haben Leipzigs Freibäder aufgrund einer Fehlprognose bereits früh im Jahr ihre Tore geschlossen; auch als sich herausstellte, dass die Einschätzung der allgemeinen Wetterlage falsch war, konnte diese Entscheidung offenbar nicht revidiert werden.

Ich frage daher an:

  1. Inwiefern ist die letztjährige Fehlplanung für die diesjährigen Planungsabläufe berücksichtigt worden?
  2. Welche Planungen existieren allgemein, flexibel auf unerwartete Wetterveränderungen (z. B. “Goldener Oktober”) zu reagieren? Kann die prognostizierte Schließung problemlos verschoben werden, wenn das Wetter dies nahelegt?
  3. Welche Planungen existieren in Bezug auf angepasste oder verschobene Öffnungszeiten, wie zum Beispiel Frühöffnungen, spätere Schließzeit oder Mittagsschließungen (“Siesta”)?
  4. Ist eine Bürgerumfrage geplant, um die Bedarfe und Wünsche der Leipziger in Bezug auf Freibäder zu erfassen?

Antwort:

Frage 1: Inwiefern ist die letztjährige Fehlplanung für die diesjährigen Planungsabläufe berücksichtigt worden?

Im Jahr 2021 gab es Mitte bis Ende August niedrige Temperaturen wie lange nicht mehr zu dieser Jahreszeit. Tagelang blieben die Freibäder gänzlich ohne Gäste. Daher hat die Sportbäder Leipzig GmbH zusätzlich einige Schwimmhallen geöffnet. Diese wurden dann auch besser angenommen als die Freibäder. Nach zwei Wochen nasskaltem Wetter haben sich die Sportbäder Leipzig GmbH Ende August entschieden, die Freibäder bis auf das Schreberbad vorzeitig zu schließen und mit der Winterfestmachung zu beginnen. Dieses Vorgehen wurde vorab im Aufsichtsrat des Unternehmens beraten und bestätigt.

Der Sommer bäumte sich danach tatsächlich noch einmal auf. An die Besucherzahlen an heißen Sommertagen kam das einzig geöffnete Schreberbad dann jedoch auch nicht mehr heran. Freiluftschwimmer konnten bis 10. September das Schreberbad nutzen. Währenddessen und danach standen für den Schwimm- und Badespaß im Freien die Seen in und um Leipzig zur Verfügung.

 

Frage 2: Welche Planungen existieren allgemein, flexibel auf unerwartete Wetter­veränderungen (z. B. “Goldener Oktober”) zu reagieren? Kann die prognostizierte Schließung problemlos verschoben werden, wenn das Wetter dies nahelegt?

Die Sportbäder Leipzig GmbH betreiben acht Schwimmhallen und fünf Freibäder. Der Personaleinsatz und Personalaustausch ist dabei eng geplant. Saisonbeschäftigte sind im Oktober keine mehr vor Ort. Zudem müssen die Freibäder im Frühjahr vor- und im Herbst nachbereitet werden. Das bedeutet, dass die technischen Anlagen nach der Saison teilweise rückgebaut und in einen winterfesten Zustand versetzt werden. Damit wird das Wasser in den Becken nach einer Schließung nicht mehr gefiltert (gereinigt) und desinfiziert. Ein schnelles Hochfahren der Anlage ist somit nicht mehr möglich. Für einen warmen Oktober bleiben noch die Seen in und um Leipzig sowie die geöffneten Schwimmhallen.

 

Frage 3: Welche Planungen existieren in Bezug auf angepasste oder verschobene Öffnungszeiten, wie zum Beispiel Frühöffnungen, spätere Schließzeit oder Mittagsschließungen (“Siesta”)?

Die Freibäder sind täglich von 10 – 20 Uhr geöffnet. Ausnahmen sind das Ökobad Lindenthal, wo die Zeiten nach Baugenehmigung (Wohngebiet) auf 10 – 19 Uhr festgelegt sind sowie das Schreberbad. In dem zentrumsnahen Schreberbad kann von 9 bis 21 Uhr geschwommen und gebadet werden. Für Frühschwimmer ist das Bad dienstags und donnerstags bereits ab 7 Uhr geöffnet.

Mit der neuen Sportbäderkarte ist es möglich mit nur einer Karte unterschiedliche Frei- und Hallenbäder zu besuchen.

Für Schulen gibt es regelmäßig Ausnahmen. Nach Absprache werden für Projekttage, Schulfeste etc. die Tore auch schon früher geöffnet.

Eine auffällige Beschwerdelage zu den Öffnungszeiten der Freibäder liegen den Leipziger Sportbädern nicht vor.

 

Frage 4: Ist eine Bürgerumfrage geplant, um die Bedarfe und Wünsche der Leipziger in Bezug auf Freibäder zu erfassen?

Eine Bürgerumfrage durch die Sportbäder Leipzig GmbH ist nicht geplant.

 

Anfrage im Allris

Zukunft des Wackerbads

Anfrage:

Am 28.10.2021 wurde im SBB Nord durch das Amt für Sport zum Thema “Wackerbad” ausführlich berichtet – von der Ausgangssituation bis zur Verpachtung. Es hieß, das Verhältnis mit dem Pachtverein habe sich verschlechtert. Die Stadt Leipzig forderte den Pächterverein daraufhin auf, das Wackerbad wieder zu öffnen. Nachdem der Pächterverein nicht gehandelt hat, kündigte die Stadt Leipzig dem Betreiber. Es folgte ein Rechtsstreit. Seit 16.08.2021 hat die Stadt das Objekt wieder in Besitz genommen.

Bereits mit Antrag von 2019 (Beschluss VI-A-06284) beauftragte der Stadtrat den OBM mit der Prüfung, ob das Wackerbad der Sportbäder Leipzig GmbH angegliedert werden kann. Mit dem SPD-Antrag VII-HP-05252 wurden für 2022 200.000 EUR als Planungsmittel für die Sanierung des Wackerbades in den Haushalt eingestellt.

Aktuell ist das Wackerbad weder saniert noch geöffnet.

Wir fragen daher an:

  1. Wie ist der aktuelle Stand zur Sanierung des Wackerbads?
  2. Wann wurde die Planung zur Sanierung beauftragt bzw. wann soll sie beauftragt werden?
  3. Wann wird die Sanierungsplanung vorliegen?
  4. Wann erfolgt die Sanierung des Wackerbades? In welchem Umfang sind die dafür erforderlichen Mittel im Entwurf des HH 23/24 eingestellt?

Antwort:

Die Antwort erfolgt mündlich in der Ratsversammlung.

Anfrage im Allris