Morlok zum Verkauf des Grundstückes Leuschnerplatz: „Es klingt schon etwas nach Erpressung“

Leuschnerplatz

Die Freibeuter im Leipziger Stadtrat begrüßen die Ansiedlung des Leibnitz-Instituts für Länderkunde auf dem Leuschnerplatz. Nach ihrer Ansicht wird damit ein Institut mit hoher internationaler Strahlkraft langfristig an Leipzig gebunden. Stadtrat Morlok (FDP) erklärte dazu in der Ratsversammlung: „In Leipzig werden Arbeitsplätze mit einer überdurchschnittlichen Vergütung geschaffen. Die dadurch entstehende Kaufkraft ist genau das, was wir im Zentrum der Stadt brauchen.“

Dennoch sparte der Freibeuter nicht mit Kritik. „Es klingt schon etwas nach Erpressung, wie der Freistaat Sachsen hier mit Leipzig umgeht.“ Der Freistaat sei finanziell gut ausgestattet. In dieser Situation einen Kaufpreisnachlass in Höhe von einer Million Euro zu fordern, sei ein schlechter Stil im Umgang mit den Kommunen.

Morlok zum Bayrischen Bahnhof: „Wir hätten schon weiter sein können“

Bayerischer Bahnhof

Nach Ansicht der Freibeuter im Leipziger Stadtrat ist es höchste Zeit, dass am Bayerischen Bahnhof die Signale endlich auf Grün gestellt werden. Sven Morlok (FDP): „Leipzig als wachsende Stadt braucht dringend innerstädtische Quartiere für neue Wohnungen.“ Auf Grund der guten Anbindung an den ÖPNV sei das Gebiet ideal für die weitere Entwicklung der Stadt.

Morlok warnte davor, das Projekt durch immer neue Forderungen auf die lange Bank zu schieben. „Wer dort eine innerstädtische Grünfläche haben möchte, soll das auch so sagen.“ Er mahnte damit mehr Transparenz bei der Diskussion an. „Wir hoffen, der Investor ist mit den beantragten Änderungen tatsächlich einverstanden. Wenn wir das Projekt heute nicht auf den Weg bringen, fügen wir der Stadt einen schweren Schaden zu.“

René Hobusch: Stadtwerke Leipzig – Grünes Image nur Fassade?

Stadtwerke Leipzig - Grünes Image nur Fassade?

Mehr als 60 Prozent der durch die Beteiligungen der Stadtwerke Leipzig GmbH in Polen gehandelten Energie stammen aus Kohle, insbesondere Steinkohle. Das ergab eine Anfrage der Fraktion Freibeuter im Leipziger Stadtrat. „Wie passt das zum grünen Image der Stadtwerke?“ fragt René Hobusch (FDP), Fraktionsvorsitzender der Freibeuter im Leipziger Stadtrat. „Während hier das grüne Image poliert wird, ist in Polen offenbar die Umwelt egal, solange die Erträge stimmen.“

Lizenzverweigerung gegenüber HCL war absehbar

Lizenzverweigerung gegenüber HCL war absehbar

Am Ende gibt es nur Verlierer

Als „absehbar“ bezeichnet Stadträtin Naomi-Pia-Witte (Fraktion Freibeuter, parteilos) die dem HC Leipzig verweigerte Lizenz für die 1. Handball-Bundesliga. Damit steht das Team vor dem Zwangsabstieg in Liga 3.

„Das, was seitens des HCL als Sanierungskonzept verkauft wurde, war eher eine Luftnummer. Das muss denjenigen Stadträten klar gewesen sein, die es gelesen haben. Leider waren das nach meiner Einschätzung nur sehr wenige. So geht man mit seiner Verantwortung für unsere Stadt nicht um“, konstatiert Witte, Mitglied im Fachausschuss Sport des Stadtrates, die Situation und blickt gleichzeitig nach vorn: „Ich bleibe bei meiner Aussage: Ein Insolvenzverfahren und der Abstieg in die 3. Liga müssen nicht das „Aus“ für den Damenhandball in Leipzig bedeuten. Die Situation ist auch eine echte Chance für einen Neuanfang. Zu einem ehrlichen Neuanfang gehört aber auch, dass sich das Management zu seiner Verantwortung bekennt und den Weg für einen Restart frei macht. Mein Eindruck ist, dass eine breite Mehrheit im Stadtrat willens ist, das zu unterstützen. Für mich steht aber auch fest, dass ein Weiter-so mit der aktuellen Führung nicht funktioniert.“

Der Fraktionsvorsitzende der Freibeuter, René Hobusch (FDP), erklärt: „Da der Stadtzuschuss an Erstligalizenz und Vollzug des Sanierungskonzeptes gebunden sind, darf es jetzt keine Auszahlung geben.“ Hierzu brauche es eine klare Aussage von Oberbürgermeister Jung. „Gleichzeitig muss sich die Stadtratsmehrheit, die dem Zuschuss zugestimmt haben, fragen, welches Spiel sie gespielt haben. Jedem war klar, dass der Eigenanteil des HCL von 600.000 Euro nicht zu schaffen sein würde. So sind mit dem Stadtratsbeschluss Hoffnungen bei Spielerinnen, Mitarbeiterteam und Fans geweckt worden, die jetzt bitter enttäuscht wurden. Gleichzeitig ist wertvolle Zeit für die Planung des Neustarts in Liga 3 verstrichen. Oberbürgermeister, Sportbürgermeister und Teile des Stadtrates haben damit dem Verein einen Bärendienst erwiesen. Gleichzeitig ist es Wasser auf die Mühlen derer, die aus Prinzip mit der Politik unzufrieden sind. Am Ende gibt es jetzt nur Verlierer.“